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Sondervergütung für Kantoren bei musikalischen Sonderwünschen

Anonym am 25.02.15 17:06 Uhr

Details zur Frage

Unser Kantor hat eine Zustimmung des Presbyteriums zur Vereinbarung von Sondervergütung für musikalische Sonderwünsche - z.B. bei Hochzeiten, Taufen oder Trauerfeiern angesprochen. Die Sondervergütung möchte er mit Brautleuten, Eltern oder Trauernden vereinbaren, wenn die gewünschten Stücke nicht zum normalen Repertoire gehören, sondern eine besondere Vorbereitung erfordern. Dieses Honorar soll nach seinem Wunsch auch dann direkt an Ihn gezahlt werden, wenn die Veranstaltung in einer Kirche stattfindet. Mich interessiert, ob dies möglich ist. Oder ob nicht die Gemeinde gegenüber dem Finanzamt einzutreten hat, wenn er die Steuer nicht ans Finanzamt abführt. Ferner interessiert mich, in welcher Höhe ein solches Sonderhonorar üblich ist. Er will dieses selbst mit seinem Vertragspartner verhandeln. Gibt es da Erfahrungswerte zur Höhe eines solchen Extrahonorars in Kantorenkreisen?

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Martina Wasserloos-Strunk

Das ist eine spannende Frage. Die "Ordnung für den kirchenmusikalischen Dienst" sieht für die sogenannten "Kasualien" eine musikalische "Grundausstattung" vor, an die der Kantor gebunden ist. Nun kommt es immer wieder vor, dass Angehörige oder Brautleute darüber hinaus Wünsche zur Gestaltung ihrer Feier äußern, etwa die Beteiligung einer Sängerin oder besondere Musikstücke. Der Kantor verhandelt normalerweise dafür ein Honorar - um die Leistung Dritter zu vergüten, bzw. seine eigenen Aufwendungen auszugleichen, etwa wenn er Noten anschaffen oder besonders üben muss.

Diese Honorare muss er selbsttätig versteuern, die Gemeinde ist für die Versteuerung dieser frei vereinbarten Honorare nicht verantwortlich. Eine allgemeine Höhe dieser Honorare ist schlecht zu beziffern, da es ja jeweils auf Art und Umfang ankommt und Dritte, etwa eine Sopranistin, jeweils eigene Honorarvorstellungen mitbringen.

Es bleibt dabei grundsätzlich festzuhalten, dass sich die vereinbarten Leistungen außerhalb der "Ordnung für den kirchenmusikalischen Dienst" an die Kirchenordnung halten müssen - das Spielen der Vereinshymne eines Fußballvereins wäre also zum Beispiel ausgeschlossen, auch wenn es möglicherweise so gewünscht ist.

 

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