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Vorlage: Einwilligung zur Verwendung von Kinderfotos

Fotos von Kindern einfach so im Gemeindebrief abdrucken oder auf der Gemeinde-Homepage veröffentlichen? Das ist gesetzlich nicht erlaubt. Wer in Sachen „Recht am eigenen Bild“ sicher gehen will, sollte eine Einverständniserklärung oder Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten einholen. Unsere Vorlage enthält alle wichtigen Bestandteile in einer Kurz- und in einer Langfassung.

Bei Kinderfotos rechtlich auf der sicheren Seite sein

Wer ein Foto von einem Kind im Gemeindebrief veröffentlicht oder auf die Homepage der Kirchengemeinde stellt, handelt gegen das Gesetz. Laut Paragraf 22 des Kunsturhebergesetzes hat jeder Mensch das Recht am eigenen Bild. Das heißt: Niemand darf ein Foto von jemand anderem veröffentlichen, ohne dass diese Person eine Einwilligung dazu abgegeben hat. Diese Einverständniserklärung ist gerade bei minderjährigen Kindern und Jugendlichen wichtig, da sie eine rechtgeschäftliche Willenserklärung ist, die nur ihre gesetzlichen Vertreter, also Eltern oder Erziehungsberechtigte, abgeben dürfen. Wir haben zwei Vorlagen für eine Einverständniserklärung erstellt, die Sie vor bösen Überraschungen schützen können. Mit diesen Vorlagen erlauben Ihnen die Erziehungsberechtigten die Verwendung eines Fotos ihres Kindes für bestimmte Zwecke. Bei Jugendlichen sollten allerdings nicht nur die Eltern gefragt werden, sondern auch die abgelichteten Jugendlichen.

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Comments to a professional article

Vielen Dank ,Herr Wiggen, für diese Formulare und deren Überarbeitung. Die letzte Änderung ergänzt, dass zur Veröffentlichung des Bildes stets der Entstehungskontext genannt wird. Dies bedeutet, dass bei Verwendung des Fotos der Anlass (möglichst in der Bildunterschrift) genannt ist. Also bspw. „Glückliche Jugendliche auf unserer Sommerfreizeit, 2009“, auch wenn sich der Artikel generell mit der tollen Jugendarbeit der Gemeinde befasst. Ich denke, dann ist auch die Gefahr gering, dass sich die Abgebildeten pauschal als Hingucker für die gemeindliche Öffentlichkeitsarbeit benutzt fühlen könnten. Als Jugendvertreter möchte ich Wer pauschale Einverständniserklärungen von Kindern und Jugendlichen einholt, sollte auch eine Sensibilität dafür besitzen, dass Kinder und Jugendliche sich rasant körperlich, geistig und emotional entwickeln und sie sich im Prozess des Aufwachsens von dem Bild wie sie letzten Sommer aussahen schnell distanzieren können und auch wollen. Auf solche Wünsche sollte schnell und selbstverständlich mit einer Löschung von Fotos reagiert werden können. Die Mitsprache von Jugendlichen von Kindern und Jugendlichen ist zu fördern, gerade für Freizeiten und ständige Jugendtreffs, plädiere ich für den offenen Austausch mit Jugendlichen darüber, wie und wo sie privat sein wollen und somit keine Fotos/Videos wünschen, sowie darüber, wo sie anderen gerne mehr zeigen möchten und wie und wo dies geschehen kann. Sprich, es ist eine Art Kodex anzustreben, dessen professionelle Begleitung Programmteil im Vorfeld von Freizeiten sein sollte. Wer sich noch mehr über das Feld Jugendarbeit und Fotorecht informieren möchte, sei auf folgenden Internetblog des Amtes für Jugendarbeit der EKiR verwiesen: www.jufore.blogspot.com auch hier besteht die Möglichkeit zu kommentieren und Fragen einzubringen. Ich wünsche allen vor und hinter der Kamera, einzigartige Fotos aus dem Gemeindeleben.

Nils Kruse am 23.04.13, 13:56 Uhr

@Heike: Danke für die Hinweise. Ich habe die Vorlage noch einmnal überarbeitet, damit sie verständlicher ist. Natürlich kann man ein einmal veröffentlichtes Bild nicht mehr rückgängig machen. Die Einverständniserklärung kann also nur für zukünftige Nutzungen widerrufen (nicht widersprochen) werden. Eine Angabe von Gründen wäre natürlich wertvoll für zukünftige Nutzungen von Fotos, sollte aber wirklich nicht vorausgesetzt werden.

Simon Wiggen am 22.04.13, 14:13 Uhr
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Müsste es in der Einverständniserklärung nicht heißen: "dieses Einverständnis wider r u f e n" und "o h n e Angabe von Gründen"? a) Was einmal veröffentlich ist, kann oft nicht mehr rückgängig gemacht werden, so dass meiner Meinung nach nur ein Widderruf des Einverständnisses für die Zukunft in Frage kommt. b) Widerspruch passt generell nicht, ist ein Rechtsbehelf gegen Bescheide öffentlicher Stellen. c) Auch eine Angabe von Gründen darf meiner Meinung nach keinesfalls verlangt werden, der Widerruf muss jederzeit frei sein. Ist diese Vorlage juristisch geprüft worden?

Anonym am 18.04.13, 16:27 Uhr

@Elisabeth: Sie liegen vollkommen richtig! Natürlich ist der Name des Kindes von Bedeutung und auch das Alter ist nicht unwichtig. Ich habe die Arbeitshilfe soeben überarbeitet und zwei neue Felder hinzugefügt, in dem Eltern auch den Namen des Kindes eintragen können. Danke für Ihren Hinweis! Mit besten Grüßen Simon Wiggen von gemeindemenschen.de

Simon Wiggen am 28.02.13, 11:04 Uhr
image of Simon Wiggen

Meiner Ansicht nach sollte auch auf diese Einwilligung auch der Name und evtl. das Alter des Kindes mit erfasst werden. Es können familiäre Gründe vorliegen damit ein Kind von dieser Zusage ausgeschlossen sein soll. Durch die "Namenlose" Einwilligung ist das nicht ersichtlich.

Anonym am 28.02.13, 09:34 Uhr

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